MUSEUM PETERSBERG

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"Das Lächeln der Mecki - Teil II" 

25.09.2021 bis 06.01.2022

Wohl jedes Kind kennt das Märchen vom Wettlauf zwischen Igel und Hase der Gebrüder Grimm. Das schlaue und zugleich gemütliche Stacheltier symbolisierte die Figur eines typischen Deutschen, und vor allem in der „Wirtschaftswunderzeit“ erfreute er sich als Maskottchen der Zeitschrift „Hörzu“ großer Beliebtheit in West und auch Ost. Als Puppe, auf Postkarten und Tassen, in Büchern und Filmen war er zu finden. Der Bennstedter Peter Liebezeit sammelt sie alle und präsentiert nun in einer Sonderausstellung im Museum Petersberg eine große Auswahl der freundlichen Igelfiguren in allen Formen und Lebenslagen.

Bereits 1938 wurde die Geschichte von Hase und Igel von den Brüdern Paul, Ferdinand und Herrmann Diehl als Stummfilm veröffentlicht. Die Animationsfiguren waren schnell so beliebt, dass die Brüder Diehl auch Postkarten mit Igelmotiv produzierten und auch die Firma Steiff ab 1951 Igelpuppen herstellten. Seit 1949 wurden die Figuren nach Motiven der Diehl-Postkarten in der Zeitschrift „Hörzu“ abgebildet. Aus den Einzelbildern entwickelten sich schnell ganze Comicgeschichten und Bilderbuchreihen. Zwar verschwand der Comic in den 1970er Jahren aus der „Hörzu“, jedoch erlebte die Mecki-Figur immer wieder ein neues Comeback, so auch 1997 als Goebel eine eigene Mecki-Porzellanfigurenreihe herausgab.

All diese verschiedenen Formen und Variationen können in der Sonderausstellung im Museum Petersberg bestaunt werden. Die Besucher erhalten einen Einblick in die bunte Welt der Mecki-Figuren. Ob beim Spielen, Musizieren, dem gemütlichen Fernsehabend, im Garten oder zur Hochzeit – Mecki und seine Freunde waren überall dabei. Als Verkörperung der typischen Nachkriegszeit besitzt er auch heute noch einen nostalgischen Charme, den jeder Besucher ab sofort im Museum Petersberg für sich entdecken kann.

  • Postkarte, BRD1950
  • Mecki Handpuppe
  • Mecki Porzellanfiguren